Ass.-Prof. OÄ Dr. Afrodite Zendeli
Fokus auf Osteoporose & Innere Medizin

Osteoporose

Was ist Osteoporose? 

Unsere Knochen bauen sich von Geburt bis ins junge Erwachsenenalter durch stetigen Auf- bzw. Abbau auf und erreichen durch diesen laufenden Umbau- und Erneuerungsprozess ihre höchste Stabilität um das 30. Lebensjahr.

Osteoporose entsteht, wenn der Körper zu viel Knochenmasse abbaut und zu wenig neue Knochenmasse nachkommt. Dadurch werden die Knochen schwächer und können leichter brechen. In schweren Fällen kann es sogar durch scheinbar harmlose Belastungen wie Niesen oder leichte Stöße zu einem Knochenbruch kommen.

Osteoporose bedeutet wörtlich „poröser Knochen“. Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der die Knochen an Dichte und Qualität verlieren. Dadurch werden sie dünner, brüchiger und weniger belastbar. Schon geringe Belastungen, ein kleiner Sturz oder sogar alltägliche Bewegungen können zu Knochenbrüchen führen. Diese Frakturen sind häufig mit Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einem Verlust an Lebensqualität verbunden.
Weltweit erleidet jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahre mindestens einen Knochenbruch infolge von Osteoporose.
Warum ist Osteoporose so gefährlich?

Unsere Knochen sind lebendiges Gewebe. Sie geben dem Körper Halt, ermöglichen Bewegung und schützen lebenswichtige Organe. Bei Osteoporose wird die innere Knochenstruktur zunehmend porös und instabil, wodurch das Risiko sogenannter Fragilitätsfrakturen deutlich ansteigt.
Osteoporose wird oft als „stille Erkrankung“ bezeichnet, da sie lange Zeit keine Beschwerden verursacht. Viele Betroffene erfahren erst von der Erkrankung, wenn es bereits zu einem Knochenbruch gekommen ist – oft nach einem harmlosen Sturz oder Stoß, der normalerweise keine Fraktur verursachen würde. Selbst nach einem Bruch werden rund 80 % der Patientinnen und Patienten nicht ausreichend auf Osteoporose untersucht oder behandelt.
Wie entsteht Osteoporose?

Bis zum jungen Erwachsenenalter – etwa Anfang 30 – bauen wir Knochenmasse auf und erreichen die sogenannte maximale Knochenmasse (Peak Bone Mass). Danach wird der Knochen laufend umgebaut: Alte Knochensubstanz wird abgebaut und durch neue ersetzt. Bei Osteoporose gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance – es wird mehr Knochen abgebaut als neu gebildet. Die Knochen verlieren dadurch schrittweise an Stabilität.


Häufige Bruchstellen

Osteoporosebedingte Frakturen treten besonders häufig auf an:

  • der Wirbelsäule
  • der Hüfte
  • dem Handgelenk

Wirbelkörperbrüche sind die häufigsten, bleiben jedoch oft unentdeckt, da Rückenschmerzen fälschlicherweise als normale Alterserscheinung angesehen werden.


Wann ist eine Osteoporose-Abklärung sinnvoll?

Eine Abklärung der Knochengesundheit kann auch ohne bereits bekannte Osteoporose-Diagnose sinnvoll sein – insbesondere bei familiärer Vorbelastung, nach den Wechseljahren oder wenn weitere Risikofaktoren vorliegen. Neben der Menopause beeinflussen verschiedene klinische Risikofaktoren das Risiko für Knochenbrüche unabhängig von Alter, Geschlecht und Knochendichte. So können z. B. bereits junge Frauen von einer Schwangerschafts-Osteoporose betroffen sein oder junge Männer aufgrund einer idiopathischen Osteoporose mehrere Knochenbrüche erlitten haben.

Eine Abklärung wird empfohlen:

  • bei Vorliegen von Risikofaktoren (unabhängig vom Alter und Geschlecht),
  • bei postmenopausalen Frauen,
  • sowie bei Männern ab 50 Jahren
  • insbesondere bei zusätzlichen Risikofaktoren.


Typische Gründe für eine Abklärung sind unter anderem:

  • eine Niedrigtrauma-/Fragilitätsfraktur (z. B. Wirbelkörper, Hüfte, Unterarm, Oberarm, Becken)
  • Stressfrakturen
  • mehrere oder ausgeprägte Risikofaktoren ( z. B. Langzeittherapie mit Glukokortikoiden (Cortison), frühere Frakturen, frühe Menopause, familiäre Vorbelastung, sehr niedriges Körpergewicht,  bestimmte internistische Grunderkrankungen)


Therapieempfehlungen, individuell auf Sie abgestimmt 

Bei Osteoporose besteht ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche – besonders an der Wirbelsäule und an der Hüfte. Neben Bewegung, gezieltem Muskelaufbau, ausreichender Versorgung mit Calcium und Vitamin D sowie Maßnahmen zur Sturzvermeidung kann bei vielen Patientinnen und Patienten auch eine medikamentöse Behandlung notwendig sein. Ziel ist es, den Knochenstoffwechsel zu stabilisieren, die Knochen zu stärken und das Risiko für Frakturen deutlich zu senken.

Heute stehen mehrere gut untersuchte Therapieoptionen zur Verfügung. Welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrem persönlichen Risikoprofil ab. Dabei berücksichtige ich unter anderem:

  • ob bereits Knochenbrüche aufgetreten sind,
  • wie hoch das individuelle Frakturrisiko ist,
  • welche Knochenregion besonders gefährdet ist (z. B. Wirbelsäule oder Hüfte),
  • Begleiterkrankungen und andere Medikamente,
  • sowie Verträglichkeit und praktische Aspekte wie Erstattungsmöglichkeiten.
  • Medikamentöse Therapien konnten in Studien das Risiko für osteoporosebedingte Knochenbrüche deutlich reduzieren


Osteoporose-Risiko-Check


Terminvereinbarung

Wenn Sie eine internistische Abklärung wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin. Terminvereinbarung online telefonisch unter +4366499605650 bzw. über Mail an ordination@dr-zendeli.at